Was ist ein CFD? Funktionsweise, Hebel und Risiken
Mit einem CFD handelst du die Kursbewegung eines Marktes, ohne ihn zu besitzen. Dieser Artikel erklärt, wie Hebel und Margin funktionieren, was der Handel kostet und wo die Risiken liegen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein CFD ist ein Vertrag mit dem Broker über die Kursdifferenz zwischen Einstieg und Ausstieg.
- Durch den Hebel bewegst du mit wenig Kapital eine große Position.
- Für Privatkunden in der EU ist der Hebel begrenzt und eine Nachschusspflicht ausgeschlossen.
CFD einfach erklärt
CFD steht für „Contract for Difference“, auf Deutsch Differenzkontrakt. Du kaufst dabei keinen Anteil am DAX oder an einer Aktie. Du schließt mit dem Broker einen Vertrag: Steigt der Kurs nach deinem Kauf, zahlt er dir die Differenz. Fällt der Kurs, zahlst du sie.
Mit CFDs kannst du auch auf fallende Kurse setzen. Das nennt man Short gehen: Du verkaufst zuerst und kaufst später zurück.
Wie Hebel und Margin funktionieren
Für eine CFD-Position hinterlegst du nur einen Teil ihres Wertes als Sicherheit. Diese Sicherheit heißt Margin. Bei einem Hebel von 20 sind das 5 Prozent: Für eine Position im Wert von 10.000 Euro brauchst du 500 Euro Margin.
Gewinn und Verlust beziehen sich aber auf die vollen 10.000 Euro. Fällt der Markt um 1 Prozent, verlierst du 100 Euro. Das sind 20 Prozent deiner Margin.
Welche Hebel für Privatkunden erlaubt sind
Die europäische Aufsicht ESMA hat 2018 Obergrenzen für Privatkunden eingeführt, die in Deutschland von der BaFin fortgeführt werden:
| Markt | Maximaler Hebel | Margin |
|---|---|---|
| Wichtige Währungspaare | 30 | 3,33 % |
| Große Indizes wie DAX und NASDAQ, Gold, übrige Währungspaare | 20 | 5 % |
| Übrige Rohstoffe und kleinere Indizes | 10 | 10 % |
| Einzelne Aktien | 5 | 20 % |
| Kryptowährungen | 2 | 50 % |
Dazu kommen zwei Schutzregeln: Sinkt dein Kontostand unter die Hälfte der nötigen Margin, schließt der Broker Positionen automatisch. Und du kannst nicht mehr verlieren, als auf deinem CFD-Konto liegt. Eine Nachschusspflicht gibt es für Privatkunden nicht.
Was der Handel mit CFDs kostet
- Spread: der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Er fällt bei jedem Trade an.
- Finanzierungskosten: Zinsen, wenn du eine Position über Nacht hältst.
- Kommission: bei manchen Brokern und Märkten zusätzlich zum Spread.
Ich handle DAX und NASDAQ als CFD bei Skilling. Der Broker ist in der EU reguliert (CySEC), bietet cTrader und MetaTrader 4, und du kannst mit einem Demokonto starten. Die Kontoeröffnung läuft über meinen Partner trading-house; dort kannst du meine Trades auf Wunsch auch automatisch kopieren lassen.
Konto bei Skilling eröffnenCFDs sind komplexe Instrumente und mit dem hohen Risiko verbunden, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Teil der Privatanlegerkonten verliert beim Handel mit CFDs Geld. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige. Dies ist keine Anlageberatung.
Die Risiken von CFDs
Der Hebel verleitet zu Positionen, die für das Konto zu groß sind. Schon eine normale Tagesbewegung kann dann einen großen Teil des Geldes kosten. Dazu kommen Kurslücken, bei denen ein Stopp schlechter ausgeführt wird als geplant, und das Risiko, dass der Broker als Vertragspartner ausfällt.
Wie groß eine Position sein darf, rechnest du am besten vor jedem Trade aus. Das geht mit dem Risikorechner in wenigen Sekunden.
Häufige Fragen zu CFDs
Sind CFDs für Anfänger geeignet?
CFDs sind einfach zu handeln und gerade deshalb gefährlich. Geeignet sind sie nur, wenn du mit kleinen Positionen arbeitest, immer einen Stopp setzt und pro Trade nur einen kleinen Teil des Kontos riskierst.
Was ist der Unterschied zwischen CFD und Future?
Ein Future wird an der Börse gehandelt und hat feste Kontraktgrößen. Ein CFD ist ein Vertrag direkt mit dem Broker, lässt sich in kleineren Stückelungen handeln und braucht weniger Kapital.
Kann ich mit CFDs mehr verlieren, als ich eingezahlt habe?
Als Privatkunde in der EU nicht. Der Verlust ist auf das Guthaben des CFD-Kontos begrenzt.
Fazit in drei Punkten
- Ein CFD bildet die Kursbewegung eines Marktes ab, du besitzt den Markt selbst nicht.
- Der Hebel vergrößert Gewinne und Verluste gleichermaßen.
- Entscheidend ist die Positionsgröße. Sie gehört vor jedem Trade berechnet.
Wie das im laufenden Markt aussieht, zeige ich zweimal die Woche live. Echtes Konto, ungeschnitten, mit Gewinnen und Verlusten.
Zur Selfmade-Trader-CommunityRisikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und mit dem hohen Risiko verbunden, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Teil der Privatanlegerkonten verliert beim Handel mit CFDs Geld. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige. Dies ist keine Anlageberatung.