Volume Profile erklärt: Point of Control, Value Area und wie du damit handelst
Das Volume Profile zeigt, auf welchen Kursniveaus am meisten gehandelt wurde. Hier lernst du, was Point of Control und Value Area bedeuten, wie du das Profil liest und wo seine Grenzen im CFD-Handel liegen.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Volume Profile verteilt das Handelsvolumen nicht über die Zeit, sondern über den Preis.
- Der Point of Control ist das Kursniveau mit dem meisten Volumen, die Value Area umfasst rund 70 Prozent des Volumens.
- An Niveaus mit viel Volumen dreht der Markt häufig, durch Niveaus mit wenig Volumen läuft er schnell.
Was das Volume Profile ist
Ein normales Volumen-Histogramm zeigt unter dem Chart, wie viel in jeder Kerze gehandelt wurde. Das Volume Profile dreht diese Ansicht: Es zeigt seitlich am Chart, wie viel auf jedem Kursniveau gehandelt wurde. So siehst du, wo der Markt lange verweilt hat und wo er nur durchgelaufen ist.
Die wichtigsten Begriffe
- Point of Control (POC): das Kursniveau mit dem höchsten Volumen. Hier haben sich Käufer und Verkäufer am längsten auf einen Preis geeinigt.
- Value Area: der Bereich um den POC, in dem rund 70 Prozent des Volumens gehandelt wurden. Ihre Grenzen heißen Value Area High und Value Area Low.
- High Volume Node: ein Niveau mit viel Volumen. Es wirkt wie ein Magnet und oft als Unterstützung oder Widerstand.
- Low Volume Node: ein Niveau mit wenig Volumen. Der Markt hat es schnell durchquert und tut das meist wieder.
Der interaktive Chart kommt von TradingView. Erst wenn du auf den Knopf klickst, werden Daten von dort geladen.
So liest du das Profil
Notiert der Kurs innerhalb der Value Area, ist der Markt im Gleichgewicht. Bewegungen von einem Rand zum anderen sind dann wahrscheinlicher als ein Ausbruch. Verlässt der Kurs die Value Area und bleibt draußen, sucht der Markt einen neuen fairen Preis.
Für das Daytrading sind vor allem das Profil des Vortages und das der aktuellen Sitzung interessant. Der POC des Vortages wird oft erneut angelaufen, ähnlich wie das Vortageshoch und -tief.
Die Grenzen im CFD-Handel
CFD-Broker zeigen nur das Volumen ihrer eigenen Kunden oder die Anzahl der Kursänderungen, nicht das Volumen der Börse. Für ein belastbares Profil im DAX nimmst du deshalb die Daten des DAX-Futures (FDAX) oder eines Anbieters mit Börsendaten. Die Niveaus lassen sich dann auf den CFD übertragen.
Häufige Fragen zum Volume Profile
Ist das Volume Profile ein Indikator?
Ja, aber ein anderer als RSI oder MACD. Es rechnet nichts aus dem Kurs, sondern zeigt gehandeltes Volumen je Preis. Es läuft dem Markt deshalb nicht hinterher.
Gibt es das Volume Profile in TradingView kostenlos?
Die Varianten „Visible Range“ und „Sitzung“ sind in TradingView auch ohne Abo verfügbar. Fixed Range und erweiterte Einstellungen gehören zu den Bezahlplänen.
Reicht das Volume Profile als Strategie?
Es zeigt, wo etwas passieren kann, nicht wann. Einstieg, Stopp und Ziel brauchen eigene Regeln.
Fazit in drei Punkten
- Das Volume Profile zeigt, auf welchen Kursniveaus der Markt Geschäfte gemacht hat.
- POC und Value Area sind die Niveaus, die am häufigsten erneut angelaufen werden.
- Im CFD-Handel brauchst du Börsenvolumen, zum Beispiel vom Future, sonst ist das Profil verzerrt.
Wie das im laufenden Markt aussieht, zeige ich zweimal die Woche live. Echtes Konto, ungeschnitten, mit Gewinnen und Verlusten.
Zur Selfmade-Trader-CommunityRisikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und mit dem hohen Risiko verbunden, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Teil der Privatanlegerkonten verliert beim Handel mit CFDs Geld. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige. Dies ist keine Anlageberatung.