Unterstützung und Widerstand erkennen und richtig einzeichnen
Unterstützung und Widerstand sind Preisbereiche, an denen der Markt schon mehrfach gedreht hat. Hier lernst du, wie sie entstehen, wie du sie einzeichnest und wie Ausbruch und Fehlausbruch aussehen.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Unterstützung ist ein Bereich, an dem fallende Kurse wiederholt Käufer gefunden haben.
- Ein Widerstand ist ein Bereich, an dem steigende Kurse wiederholt auf Verkäufer gestoßen sind.
- Es sind Zonen, keine exakten Linien.
Was Unterstützung und Widerstand sind
Fällt der Kurs auf ein bestimmtes Niveau und dreht dort mehrmals nach oben, spricht man von einer Unterstützung. Steigt er auf ein Niveau und dreht dort mehrmals nach unten, ist das ein Widerstand. Beide zeigen, wo in der Vergangenheit viel gehandelt und entschieden wurde.
Warum diese Zonen entstehen
An markanten Hochs und Tiefs liegen besonders viele Orders. Trader, die auf einen Ausbruch warten, legen dort ihre Kauforders ab. Trader, die schon positioniert sind, haben dort ihre Stopps. Dazu kommen alle, die den letzten Dreh verpasst haben und beim nächsten Mal dabei sein wollen.
Diese Häufung von Orders nennt man Liquidität. Große Marktteilnehmer brauchen sie, um ihre Positionen auszuführen. Deshalb werden solche Zonen so oft angelaufen.
Der interaktive Chart kommt von TradingView. Erst wenn du auf den Knopf klickst, werden Daten von dort geladen.
So zeichnest du die Zonen ein
- Beginne in einer höheren Zeiteinheit, zum Beispiel im Stunden- oder Tageschart.
- Markiere Bereiche, an denen der Kurs mindestens zweimal deutlich gedreht hat.
- Zeichne ein Rechteck vom Kerzenkörper bis zum Docht statt einer dünnen Linie.
- Trage das Hoch und das Tief des Vortages ein. Beide werden besonders oft getestet.
- Weniger ist mehr: Drei bis fünf Zonen im sichtbaren Chart reichen.
Wenn die Rollen tauschen
Wird ein Widerstand nach oben durchbrochen, wirkt er danach häufig als Unterstützung. Wer den Ausbruch verpasst hat, kauft beim Rücklauf an die alte Marke. Dasselbe gilt umgekehrt für eine gebrochene Unterstützung.
Ausbruch und Fehlausbruch
Bei einem echten Ausbruch schließt der Kurs deutlich jenseits der Zone und bleibt dort. Bei einem Fehlausbruch wird die Zone nur kurz überschritten. Die Stopps darüber werden ausgelöst, und der Kurs fällt in die alte Spanne zurück.
Fehlausbrüche sind häufig. Wer jeden Ausbruch sofort kauft, kauft oft genau dort, wo andere verkaufen.
Häufige Fragen zu Unterstützung und Widerstand
In welcher Zeiteinheit zeichnet man die Zonen ein?
Beginne im Tages- oder Stundenchart. Zonen aus höheren Zeiteinheiten sind wichtiger als solche aus dem 1-Minuten-Chart.
Wie oft muss ein Niveau getestet werden?
Zwei klare Drehs reichen, um eine Zone zu markieren. Je öfter ein Niveau getestet wird, desto wahrscheinlicher bricht es irgendwann.
Was ist der Unterschied zwischen einer Linie und einer Zone?
Der Markt dreht selten auf den Punkt genau. Eine Zone berücksichtigt, dass Kerzen mit ihren Dochten ein Stück darüber oder darunter hinauslaufen.
Fazit in drei Punkten
- Unterstützung und Widerstand zeigen, wo viele Orders liegen.
- Zeichne Zonen aus höheren Zeiteinheiten und halte den Chart übersichtlich.
- Rechne an jeder Zone mit einem Fehlausbruch und plane deinen Stopp entsprechend.
Wie das im laufenden Markt aussieht, zeige ich zweimal die Woche live. Echtes Konto, ungeschnitten, mit Gewinnen und Verlusten.
Zur Selfmade-Trader-CommunityRisikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und mit dem hohen Risiko verbunden, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Teil der Privatanlegerkonten verliert beim Handel mit CFDs Geld. Vergangene Ergebnisse sind kein Indikator für zukünftige. Dies ist keine Anlageberatung.